Glossar · PropTech & Tools

Makler-CRM

Auch: Immobilien-CRM, Makler-Software

Customer-Relationship-Management-Software speziell für Immobilienmakler. Verwaltet Objekte, Leads, Pipeline und Provisionen.

Ein Makler-CRM ist die interne Steuerzentrale jedes professionellen Maklerbüros. Es verwaltet alles, was der Kunde nicht zu sehen bekommt: Leads, Pipelines, Objektstammdaten, Team-Zuteilungen, Provisionsabrechnungen.

Kernfunktionen eines Makler-CRMs

Objektverwaltung. Stammdaten, Bilder, Exposé-Texte, Bewertungen. Zentrale Ablage aller aktiven und abgeschlossenen Objekte.

Lead-Management. Anfragen aus verschiedenen Kanälen (ImmoScout, Immowelt, Website, Referrals) werden zentralisiert, qualifiziert und weiterverfolgt.

Pipeline-Tracking. Jedes Objekt durchläuft definierte Stages (Akquise, Vermarktung, Bieterverfahren, Vertrag, Abwicklung). Der Fortschritt ist auf einen Blick sichtbar.

Portal-Anbindung. Automatischer Export in ImmoScout, Immowelt, eBay Kleinanzeigen mit korrekten Pflichtangaben und einheitlichem Branding.

Provisionsmanagement. Welche Provisionen wurden vereinbart, wann fällig, welche Splits zwischen Team-Mitgliedern.

Kalender und Aufgaben. Besichtigungen, Follow-ups, Notartermine – mit Team-Sichtbarkeit und Erinnerungen.

Was Makler-CRMs nicht leisten

Trotz aller Funktionen ersetzen CRMs nicht die externe Kundenkommunikation. Dafür braucht es ein Kundenportal – ein Tool, das dem Kaufinteressenten oder Verkäufer eine strukturierte Oberfläche bietet, in der er selbst agieren kann.

Klassische CRMs sind intern gebaut: Alles passiert in der Maklerleistung, der Kunde bekommt nur Output (E-Mails, PDFs, Anrufe). Moderne Maklerbüros ergänzen ihr CRM um ein Kundenportal und schließen damit die Lücke zur Kundenerfahrung.

Die führenden Anbieter im DACH-Markt

Propstack. Modernes Cloud-CRM mit offener API. Beliebt bei Einzelmaklern und mittelständischen Büros.

onOffice. Etabliertes System mit breitem Funktionsumfang. Stärker bei größeren Büros und Franchise-Systemen.

FlowFact. Starker Fokus auf Marketing-Automation und Lead-Nurturing.

Immoware24. Hausverwaltungs-Software, ergänzend zum Makler-CRM bei Mischbetrieben.

Der Markt bewegt sich zunehmend in Richtung offener APIs – damit Makler-CRM und Kundenportal nahtlos zusammenarbeiten, ohne Datendopplung.

Häufige Fragen

Zu Makler-CRM

Welche Makler-CRMs sind im DACH-Markt etabliert?+

Propstack, onOffice und FlowFact dominieren den deutschsprachigen Markt. Immoware24 und DOM+ für Hausverwaltung. Generische CRMs wie HubSpot oder Pipedrive werden von Einzelmaklern genutzt, bieten aber keine Immobilien-Spezifika.

Was unterscheidet ein Makler-CRM von einem generischen CRM?+

Immobilien-spezifische Objektverwaltung (Exposé-Generator, Portal-Anbindung, Bewertungstools), Provisionsmanagement, Kalenderfunktionen für Besichtigungen, DSGVO-konforme Datenfelder, Anbindung an ImmoScout, Immowelt, eBay Kleinanzeigen.

Wann lohnt sich ein spezialisiertes Makler-CRM?+

Ab etwa 10 bis 15 Transaktionen pro Jahr. Davor reicht oft ein generisches Tool oder Excel. Ab 20 Transaktionen wird die Produktivitätssteigerung eines spezialisierten CRMs deutlich spürbar.

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