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Die beste Makler-Software 2026: Tools im ehrlichen Vergleich

Makler-Software im Vergleich 2026: CRM, Portale, Bewertung, Marketing. Ehrliche Bewertung aller Tools für Immobilienmakler nach Funktion und Preis.

Tobias Troendle

Tobias Troendle

Immobilienmakler · Stuttgart

Die beste Makler-Software 2026: Tools im ehrlichen Vergleich

Die beste Makler-Software gibt es nicht. Es gibt die beste Kombination für deine Situation. Einzelmakler brauchen andere Tools als Teams mit zehn Mitarbeitern. In diesem Vergleich bewerte ich die wichtigsten Software-Kategorien für Immobilienmakler ehrlich – mit Stärken, Schwächen und konkreten Preisen. Kein Marketing-Sprech, keine bezahlten Rankings.

Warum ein Software-Vergleich für Makler überfällig ist

Die meisten "Vergleiche" im Netz sind gesponsert. Der Gewinner hat am meisten gezahlt. Das hilft dir nicht weiter. Als Makler habe ich selbst dutzende Tools getestet, bin auf die Nase gefallen und habe Geld verbrannt. Diesen Erfahrungsschatz packe ich hier rein.

Eine grundlegende Übersicht, welche Kategorien du überhaupt brauchst, findest du in unserem Artikel zum perfekten Makler-Tech-Stack.

Kategorie 1: CRM-Systeme

Das CRM ist das Herzstuck deines Geschäfts. Hier laufen alle Kontakte, Objekte und Aktivitäten zusammen.

Propstack

  • Preis: Ab 79 Euro pro Monat und Nutzer
  • Stärken: Intuitive Oberfläche, starke Automatisierungen, gute API, modernes Design
  • Schwächen: Relativ jung, weniger Integrationen als OnOffice, kein eigenes Portaltool
  • Ideal für: Moderne Makler und kleine Teams, die Wert auf Bedienbarkeit legen

OnOffice

  • Preis: Ab 49,90 Euro pro Monat und Nutzer (Basisversion)
  • Stärken: Marktführer in Deutschland, sehr umfangreich, viele Schnittstellen
  • Schwächen: Veraltete Oberfläche, steile Lernkurve, Customizing oft teür
  • Ideal für: Grössere Büros mit komplexen Anforderungen und bestehendem OnOffice-Know-how

FlowFact (Immobilien)

  • Preis: Ab 39 Euro pro Monat und Nutzer
  • Stärken: Günstiger Einstieg, solide Grundfunktionen
  • Schwächen: Begrenzte Automatisierungen, weniger modern, Reporting ausbaufähig
  • Ideal für: Einzelmakler mit begrenztem Budget

Mein Fazit zum CRM

Propstack, wenn du modern und automatisiert arbeiten willst. OnOffice, wenn du ein großes Team hast und die Umstellungskosten scheust. Einen ausführlichen CRM-Vergleich findest du in unserem separaten Artikel zum Thema Immobilien-CRM im Vergleich.

Kategorie 2: Kundenportale und Kommunikation

Hier geht es um die Frage: Wie kommunizierst du mit Käufern, Verkäufern und anderen Beteiligten während der Transaktion?

Portalist

  • Preis: Ab 49 Euro pro Monat
  • Stärken: Eigenes Kundenportal im eigenen Branding, strukturierte Kaufabwicklung, Dokumentenfreigabe, Statusupdates für alle Parteien, schnelle Einrichtung
  • Schwächen: Fokus auf Kaufabwicklung (kein vollständiges CRM)
  • Ideal für: Makler, die ihre Kaufabwicklung professionalisieren und Kunden einen Premium-Eindruck bieten wollen

E-Mail (klassisch)

  • Preis: Kostenlos bis günstig
  • Stärken: Jeder kennt es, keine Einarbeitung
  • Schwächen: Unübersichtlich bei mehreren Beteiligten, keine Statusübersicht, Dokumente gehen unter, kein Tracking
  • Ideal für: Niemanden, der professionell arbeiten will

Die Frage ist nicht ob, sondern wann du ein Kundenportal als Makler einführst. Der Wettbewerbsvorteil ist messbar.

Kategorie 3: Immobilienportale und Marketing

ImmoScout24

  • Preis: Ab 89 Euro pro Monat (Regional), Premium ab 299 Euro
  • Stärken: Marktführer, höchste Reichweite, starke Lead-Generierung
  • Schwächen: Teür, zunehmend auch Privatanbieter, Lead-Qualität sinkt bei hoher Konkurrenz
  • Ideal für: Jeden Makler als Pflicht-Kanal

Immowelt

  • Preis: Ab 59 Euro pro Monat
  • Stärken: Gute Ergänzung zu ImmoScout, regional stark (besonders Süddeutschland)
  • Schwächen: Geringere Reichweite als ImmoScout
  • Ideal für: Makler in Süddeutschland als Zweitportal

Social Media Marketing

  • Preis: Variabel (Ads ab 5 Euro pro Tag)
  • Stärken: Eigentümer-Akquise, Markenaufbau, lokale Sichtbarkeit
  • Schwächen: Zeitaufwendig, erfordert Content-Kompetenz
  • Ideal für: Makler, die in die eigene Marke investieren wollen

Kategorie 4: Bewertungstools

Sprengnetter

  • Preis: Ab 39 Euro pro Monat
  • Stärken: Marktstandard in Deutschland, anerkannt bei Banken und Gerichten, umfangreiche Datenbank
  • Schwächen: Oberfläche gewöhnungsbeduerftig, nicht besonders modern
  • Ideal für: Makler, die fundierte, anerkannte Bewertungen brauchen

PriceHubble

  • Preis: Ab 99 Euro pro Monat
  • Stärken: KI-gestützt, moderne Oberfläche, schöne Visualisierungen für Kunden, Marktberichte
  • Schwächen: Teurer, in Deutschland noch weniger etabliert als Sprengnetter
  • Ideal für: Makler, die Bewertungen als Marketing-Tool einsetzen wollen

Homeday Preisatlas / ImmoScout Preiskompass

  • Preis: Kostenlos
  • Stärken: Schnelle Ersteinschätzung, keine Kosten
  • Schwächen: Geringe Genauigkeit, nicht für professionelle Bewertungen geeignet
  • Ideal für: Grobe Orientierung, nicht als alleinige Grundlage

Kategorie 5: Dokumentenmanagement

DocuSign

  • Preis: Ab 25 Euro pro Monat
  • Stärken: Marktführer digitale Unterschriften, rechtssicher, viele Integrationen
  • Schwächen: Für reine Immobiliennutzung überdimensioniert, englischsprachiger Support
  • Ideal für: Makler mit vielen Verträgen und internationalem Geschäft

PandaDoc

  • Preis: Ab 19 Euro pro Monat
  • Stärken: Dokumentenerstellung plus Unterschrift, gute Templates
  • Schwächen: Weniger Immobilien-spezifisch
  • Ideal für: Makler, die Angebote und Verträge digitalisieren wollen

Portalist (Dokumentenbereich)

  • Preis: Im Portalist-Abo enthalten
  • Stärken: Dokumentenfreigabe im Kundenportal-Kontext, Käufer und Verkäufer sehen relevante Dokumente
  • Schwächen: Keine Volltexterstellung oder digitale Unterschrift
  • Ideal für: Dokumentenbereitstellung innerhalb der Kaufabwicklung

Kategorie 6: E-Mail-Marketing

Mailchimp

  • Preis: Kostenlos bis 500 Kontakte, danach ab 13 Euro pro Monat
  • Stärken: Einfach, viele Templates, gute Zustellraten
  • Schwächen: DSGVO-Compliance erfordert Aufmerksamkeit (US-Server)
  • Ideal für: Einstieg ins E-Mail-Marketing

MailerLite

  • Preis: Kostenlos bis 1.000 Kontakte, danach ab 9 Euro pro Monat
  • Stärken: EU-Server, DSGVO-konform, einfache Automatisierungen, günstiger
  • Schwächen: Weniger Integrationen als Mailchimp
  • Ideal für: DSGVO-bewusste Makler mit Budget-Fokus

Brevo (ehemals Sendinblue)

  • Preis: Kostenlos bis 300 E-Mails pro Tag, danach ab 19 Euro pro Monat
  • Stärken: EU-Anbieter, SMS-Integration, CRM-Funktionen inklusive
  • Schwächen: E-Mail-Design weniger flexibel
  • Ideal für: Makler, die E-Mail und SMS kombinieren wollen

Der ideale Tech-Stack nach Bürogrösse

Einzelmakler (Budget: 200 bis 350 Euro pro Monat)

KategorieEmpfehlungKosten
CRMPropstack Starter79 Euro
PortalImmoScout Regional89 Euro
BewertungSprengnetter Basis39 Euro
KundenportalPortalist49 Euro
E-MailMailerLite0 Euro
Gesamt256 Euro

Kleines Team (2 bis 5 Personen, Budget: 500 bis 900 Euro pro Monat)

KategorieEmpfehlungKosten
CRMPropstack Team (3 Nutzer)237 Euro
PortaleImmoScout + Immowelt210 Euro
BewertungPriceHubble99 Euro
KundenportalPortalist49 Euro
E-MailMailerLite Growing19 Euro
DokumenteDocuSign25 Euro
Gesamt639 Euro

Großes Büro (6+ Personen, Budget: 1.500+ Euro pro Monat)

KategorieEmpfehlungKosten
CRMOnOffice Enterpriseab 500 Euro
PortaleImmoScout Premium + Immowelt + Immonetab 450 Euro
BewertungSprengnetter + PriceHubble138 Euro
KundenportalPortalist49 Euro
E-MailBrevo Business49 Euro
DokumenteDocuSign Business40 Euro
AutomatisierungZapier / Makeab 20 Euro
Gesamtab 1.246 Euro

Häufige Fehler beim Software-Kauf

Fehler 1: Alles auf einmal einführen

Die grösste Falle. Du kaufst fünf Tools gleichzeitig, nutzt keines richtig und kündigst frustriert nach drei Monaten. Führe ein Tool pro Monat ein. Starte mit dem CRM.

Fehler 2: Features statt Workflow denken

Es geht nicht darum, welches Tool die meisten Features hat. Es geht darum, welches Tool in deinen Arbeitsablauf passt. Ein CRM mit 200 Funktionen ist wertlos, wenn du nur 10 davon nutzt.

Fehler 3: Keine Integrationen prüfen

Bevor du kaufst: Prüfen, ob das Tool mit deinen bestehenden Systemen spricht. API-Schnittstellen, Zapier-Integrationen, direkte Anbindungen. Inseln von Daten sind teür.

Fehler 4: Schulung unterschätzen

Plan für jedes neü Tool mindestens eine Woche Einarbeitung ein. Bei Team-Tools: Schulung für alle, nicht nur für dich. Ohne Adoption ist die beste Software Geldverschwendung.

Wie du deine Digitalisierung als Makler Schritt für Schritt angehst, ohne dich zu verzetteln, erklären wir in unserem Einstiegs-Guide.

Was ich persönlich nutze

Transparenz halber: Ich arbeite selbst mit Propstack als CRM und habe Portalist mitentwickelt, weil ich kein Tool gefunden habe, das die Kaufabwicklung so abbildet, wie ich sie mir vorstelle. ImmoScout ist Pflicht, Sprengnetter Basis für Bewertungen, MailerLite für Newsletter.

Mein Stack kostet rund 280 Euro pro Monat und deckt 95 Prozent meiner Beduerfnisse ab. Die restlichen 5 Prozent lösche ich mit Workflow-Automatisierungen.

Fazit

Die beste Makler-Software ist die, die du tatsächlich nutzt. Starte schlank mit einem guten CRM, einem Immobilienportal und einem Kundenportal. Erweitere von dort aus, basierend auf echtem Bedarf, nicht auf Feature-Listen. Prüfe Integrationen vor dem Kauf, plane Einarbeitungszeit ein und führe niemals mehr als ein Tool pro Monat ein. So baust du dir einen Tech-Stack auf, der wirklich funktioniert.

Tobias Troendle

Geschrieben von

Tobias Troendle

Immobilienmakler in Stuttgart und Gründer von Portalist. Ich schreibe über Digitalisierung, Kundenportale und alles, was Maklern hilft, professioneller zu arbeiten.

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