Immoware24 und Portalist adressieren unterschiedliche Zielgruppen und Lebensphasen der Immobilie. Der Vergleich ist deshalb eher eine Klärung der Zuständigkeiten als ein direktes Feature-Duell.
Was Immoware24 macht
Immoware24 ist eine Cloud-Lösung für Hausverwalter und Eigentümergemeinschaften. Der typische Funktionsumfang:
- Mieter- und Eigentümer-Verwaltung. Stammdaten, Verträge, Mietanpassungen.
- Nebenkosten- und Betriebskostenabrechnung. Automatisierte Abrechnung mit Ausdruck oder Versand.
- Buchhaltung. Offene Posten, Mahnwesen, Konten pro Objekt.
- Instandhaltungs- und Schadens-Management. Tickets für Reparaturen, Handwerker-Koordination.
- Eigentümerversammlungs-Tools. Einladungen, Protokolle, Abstimmungen.
Immoware24 ist darauf ausgerichtet, laufende Mietverhältnisse und WEG-Verwaltung zu digitalisieren. Der Betrachtungshorizont ist langfristig – Mietverhältnisse laufen oft über Jahre, WEG-Gemeinschaften über Jahrzehnte.
Was Portalist macht
Portalist adressiert den genau umgekehrten Zeithorizont: den einmaligen, kurzen Verkaufs- und Übergabeprozess einer Immobilie. Wochen bis wenige Monate vom ersten Exposé bis zur Schlüsselübergabe.
- Verkäufer-Portal für den Eigentümer, der verkauft.
- Käufer-Portal für Kaufinteressenten.
- Kaufabwicklungs-Portal für die Phase nach der Reservierung.
Es geht um Transaktion, nicht um Bestandsverwaltung. Um Lead-Konversion, nicht um Mahnwesen. Um gebrandete Kundenerfahrung, nicht um Buchhaltung.
Der zentrale Portalist-Vorteil: Prozesstransparenz im Verkauf
Der größte Mehrwert von Portalist – den weder Immoware24 noch ein klassisches Makler-CRM bietet: Jede Partei sieht während des Verkaufs in Echtzeit, wo der Prozess steht. Der Verkäufer, der Käufer, der Notar (wenn du ihn einbindest) und du selbst sehen dieselbe Oberfläche mit dem aktuellen Status.
Das sorgt für zwei konkrete Effekte im Maklergeschäft: Erstens wird kein Schritt mehr vergessen, weil er für alle sichtbar geführt wird. Zweitens fühlt sich jede Partei von Anfang bis Ende mitgenommen – keine „wie ist der Stand"-Anrufe mehr, keine Kunden, die aus der Loop fallen.
Immoware24 macht das für Mietverhältnisse in seiner eigenen Logik. Portalist macht es für den Verkaufsprozess – und genau dort, wo du als Makler den höchsten Wertbeitrag lieferst.
Der häufigste Irrtum
Makler, die zusätzlich zur Maklerei Hausverwaltung anbieten, fragen manchmal: „Kann ich meine bestehende Verwaltungs-Software auch für den Verkauf nutzen?" Die Antwort ist fast immer nein – nicht weil die Tools schlecht wären, sondern weil sie für andere Probleme gebaut sind.
Hausverwaltungs-Tools sind optimiert für:
- wiederkehrende Abrechnungen und Zahlungen,
- langfristige Vertragsdaten,
- Instandhaltungszyklen.
Verkaufs- und Abwicklungs-Tools brauchen:
- zeitlich enge Transaktions-Workflows,
- mobile Upload- und Signing-Experience,
- konversionsoptimierte Kundenerfahrung.
Die UX-Denke ist komplett unterschiedlich.
Empfohlener Stack für Makler mit Hausverwaltungs-Geschäft
Wenn deine Kanzlei beides bedient, sieht ein funktionaler Stack typischerweise so aus:
- Maklerei: Propstack oder onOffice als CRM + Portalist als Kundenportal.
- Hausverwaltung: Immoware24 oder eine andere spezialisierte Lösung.
- Buchhaltung: DATEV oder lexoffice – beide Geschäftsfelder speisen Daten ein.
Drei Tools klingt nach viel, ist aber in der Praxis die beste Abbildung der unterschiedlichen Arbeitsmodi.
Wenn du nur Makler bist
Dann brauchst du Immoware24 nicht. Ein Makler-CRM plus Portalist genügt für den gesamten Verkaufsprozess.
Nächster Schritt
Wenn du dich unsicher bist, welcher Tool-Stack zu deinem Geschäftsmodell passt, starte mit dem kostenlosen Portalist-Plan und teste ein Portal an einem realen Objekt. Innerhalb einer Woche siehst du, ob Portalist die Lücken schließt, die deine bestehende Software lässt.