Glossar · Maklergeschäft

Exposé

Auch: Immobilienexposé, Verkaufsprospekt

Das Verkaufsdokument einer Immobilie – Fakten, Bilder, Lage. Die erste Visitenkarte gegenüber Kaufinteressenten.

Ein Exposé ist das zentrale Dokument im Vermarktungsprozess einer Immobilie. Es führt Kaufinteressenten in die wichtigsten Informationen ein: Lage, Grundriss, Bauzustand, Ausstattung und Preis.

Was ins Exposé gehört

Pflichtangaben ergeben sich aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG): Energiekennwert, Energieträger, Baujahr, Art des Energieausweises. Dazu kommen die klassischen Objektdaten – Wohnfläche, Zimmeranzahl, Grundstücksgröße, Bauqualität.

Empfohlener Aufbau: Titelseite mit Schlüsselbild, Kurzübersicht mit Eckdaten, Fotostrecke, Grundriss, Lagebeschreibung, Ausstattungsliste, Energiedaten, Kontaktdaten des Maklers.

Warum das Exposé über den Erstkontakt entscheidet

Kaufinteressenten entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sich eine Objektanfrage lohnt. Ein schlechtes Exposé filtert qualifizierte Interessenten weg, ein gutes zieht sie an. Besonders bei hochpreisigen Objekten wirkt Qualität des Exposés als Signal für die Qualität des Maklers.

Digitale Exposés in einem Kundenportal gehen einen Schritt weiter: Interessenten sehen nicht nur Fotos und Text, sondern können direkt Unterlagen einreichen, Fragen stellen und Besichtigungen buchen – ohne E-Mail-Umweg.

Häufige Fragen

Zu Exposé

Welche Pflichtangaben muss ein Exposé enthalten?+

Energieverbrauchskennwert oder Bedarfsausweis, Baujahr, Heizungsart, wesentliche Energieträger. Fehlen diese Angaben, drohen Bußgelder bis 15.000 Euro gemäß GEG. Bei WEG-Objekten zusätzlich Hausgeld und anstehende Sanierungen.

Wie lang sollte ein Exposé sein?+

Zwischen 6 und 12 Seiten ist Standard. Weniger wirkt lieblos, mehr überfordert. Wichtig sind klare Struktur, gute Fotos und ein kurzer, ehrlicher Lagetext – keine Werbeprosa.

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