Die Bonitätsprüfung ist ein Pflichtschritt in jedem professionellen Verkaufsprozess. Sie schützt den Verkäufer vor langwierigen Vertragsstreitigkeiten mit nicht finanzierungsfähigen Käufern und gibt dem Makler Rechtssicherheit.
Die vier Bausteine
SCHUFA-Auskunft. Zeigt Zahlungsverhalten und bestehende Kreditverpflichtungen. Die BonitätsCheck-Variante ist für Makler der Standard.
Finanzierungsnachweis. Entweder eine konkrete Zusage der Bank über das benötigte Darlehen (Finanzierungszusage) oder ein Eigenkapitalnachweis über Kontostand, Wertpapierdepot oder andere liquide Mittel.
Einkommensnachweis. Bei Angestellten die letzten drei Gehaltsabrechnungen, bei Selbstständigen die letzten beiden Steuerbescheide plus aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung.
Ausweisdokument. Zur eindeutigen Identifikation – personalisiert und fälschungssicher.
Wie die Prüfung strukturiert abläuft
In der klassischen Praxis sammelt der Makler diese Unterlagen über Wochen per E-Mail-Ping-Pong. Das führt zu Reibung: Kaufinteressenten schicken unvollständige Unterlagen, Dateien gehen verloren, die Prüfung zieht sich.
Ein digitaler Upload-Prozess ändert das. Der Interessent bekommt einen Magic Link, lädt alle Unterlagen direkt im Käuferportal hoch – in 24 Stunden statt in zwei Wochen. Der Makler sieht sofort, was eingereicht ist und was fehlt. Die Kaufentscheidung kann innerhalb von Tagen fallen statt nach Wochen.
Datenschutzrechtliche Grenzen
Makler dürfen nur die Unterlagen anfordern, die für die konkrete Bonitätsprüfung nötig sind. Pauschale Anforderungen wie „alle Kontoauszüge der letzten zwei Jahre" sind unverhältnismäßig. Die Aufbewahrung der Dokumente endet mit Abschluss des Verkaufs – danach müssen sie gelöscht oder dem Käufer zurückgegeben werden.