Das Gemeinschaftseigentum umfasst alle Bereiche einer Wohnanlage, die nicht einem einzelnen Eigentümer zugeordnet sind. Es wird gemeinschaftlich finanziert, gepflegt und verwaltet.
Typisches Gemeinschaftseigentum
Gebäudesubstanz. Fundament, tragende Wände, Decken, Dach, Fassade. Alles, was das Gebäude statisch zusammenhält.
Technische Infrastruktur. Zentrale Heizungsanlage, Aufzug, Haupt-Versorgungsleitungen (Wasser, Gas, Abwasser bis zum Abzweig in die Wohnung), Hausstromverteiler.
Gemeinschaftsflächen. Treppenhaus, Flure, Fahrradkeller, Müllraum, Waschküche, Trockenraum, Fahrradabstellplätze, Gartenanlagen.
Außenbereiche. Zufahrten, Parkplätze im Außenbereich (sofern nicht als Sondereigentum zugewiesen), Müllstandplatz, Gemeinschaftsantennen.
Warum Käufer hier genau hinschauen
Sanierungsstau. Wenn das Gemeinschaftseigentum in schlechtem Zustand ist (ungedämmte Fassade, veraltete Heizung, kaputtes Dach), drohen teure Sonderumlagen nach dem Kauf. Ein guter Makler hat vor Verkaufsstart den Zustand mit der Verwaltung geklärt.
Rücklagenstand. Die Rücklage der Gemeinschaft zeigt, ob ausreichend Mittel für absehbare Instandhaltung bereitstehen. Ein niedriger Rücklagenstand bei bekanntem Sanierungsbedarf ist ein starkes Warnsignal.
Beschlusslage. Wurden in den letzten Versammlungen teure Maßnahmen beschlossen, die als Sonderumlage auf neue Eigentümer zukommen? Diese Informationen gehören in die Kaufberatung.
Alle relevanten Unterlagen – letzte drei Jahresabrechnungen, aktuelle Wirtschaftspläne, Beschluss-Sammlung – sollten dem Käufer früh im Prozess zur Verfügung stehen. Ein Kaufabwicklungs-Portal zentralisiert diese Dokumente an einem Ort.