Das Hausgeld ist die monatliche Zahlung, mit der jeder Wohnungseigentümer seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Kosten einer WEG begleicht. Es entspricht funktional den Mieter-Nebenkosten plus Rücklagenbildung plus Verwaltungskosten.
Was im Hausgeld enthalten ist
Betriebskosten. Müllabfuhr, Wasserversorgung, Gebäudeversicherung, Hausmeister, Gartenpflege, Straßenreinigung. Vergleichbar mit umlagefähigen Nebenkosten bei Mietwohnungen.
Heizkosten. Bei Zentralheizung kommen die Heizkosten mit ins Hausgeld – abgerechnet nach Verbrauch oder Fläche.
Verwaltung. Vergütung des WEG-Verwalters. Liegt typischerweise bei 20 bis 40 Euro pro Wohnung und Monat.
Rücklage. Jeder Euro, der nicht für laufende Kosten gebraucht wird, fließt in die Instandhaltungsrücklage für künftige Sanierungen.
Sonderumlagen. Nicht im monatlichen Hausgeld, sondern separat: wenn größere Maßnahmen anstehen, die die Rücklage nicht deckt.
Warum Käufer das Hausgeld prüfen müssen
Das Hausgeld beeinflusst die laufende Belastung nach dem Kauf direkt. Bei einer 80-m²-Wohnung mit 4 Euro Hausgeld pro Quadratmeter zahlt der Eigentümer 320 Euro monatlich zusätzlich zur Darlehensrate – das kann die Finanzierungsrechnung kippen.
Wichtige Fragen für Käufer:
- Wie hat sich das Hausgeld in den letzten drei Jahren entwickelt?
- Sind größere Maßnahmen beschlossen, die künftig höhere Zahlungen bedeuten?
- Wie steht die Rücklage im Verhältnis zum voraussichtlichen Instandhaltungsbedarf?
Diese Informationen stehen in den Jahresabrechnungen und der Beschluss-Sammlung der WEG – Pflichtunterlagen, die dem Käufer vor dem Kaufvertrag vorliegen müssen.