Die Grundstücksgröße ist eine der Kennzahlen, die Käufer als Erstes anschauen – besonders bei Einfamilienhäusern und Grundstückskäufen. Anders als die Wohnfläche ist sie objektiv messbar und im Katasteramt eindeutig dokumentiert.
Woher die Größe kommt
Die offizielle Grundstücksgröße steht im Grundbuchauszug und in der amtlichen Liegenschaftskarte. Beide Werte sollten übereinstimmen – bei Abweichungen muss vor Verkauf geklärt werden, welche Größe rechtsverbindlich ist.
Historische Grundstücksangaben können ungenau sein. Bei älteren Vermessungen gab es Toleranzen, moderne GPS-basierte Vermessungen sind exakter. Wer bei einem Grundstück auf den Quadratmeter genau verhandelt, kann eine Neuvermessung verlangen – sie kostet etwa 1.000 bis 3.000 Euro.
Was Käufer mit der Grundstücksgröße prüfen
Bebaubarkeit. Die Grundflächenzahl (GRZ) und Geschossflächenzahl (GFZ) im Bebauungsplan bestimmen, wie viel vom Grundstück überbaut werden darf. Wer Erweiterungen plant, muss diese Zahlen kennen.
Gartenanteil. Bei großen Grundstücken bedeutet mehr Fläche auch mehr Pflegeaufwand. Bei Familien mit Kindern ist Garten ein Plus – bei älteren Käufern oft ein Minus.
Teilungsmöglichkeit. Ist das Grundstück groß genug, um zukünftig geteilt zu werden (z. B. für ein zweites Haus)? Das kann den langfristigen Wert deutlich heben.
Werthebel. In Ballungsräumen ist die Grundstücksgröße wertbildend wichtiger als die Wohnfläche: Ein altes Haus auf einem 800-m²-Grundstück in München ist oft mehr wert als ein modernes Haus auf 300 m² – wegen des Bodenwerts und der Bebauungsreserven.