Glossar · Finanzierung

Kaufpreiszahlung

Auch: Kaufpreiszahlung

Die Überweisung des Kaufpreises durch den Käufer an den Verkäufer. Erfolgt nach Fälligkeitsmitteilung des Notars.

Die Kaufpreiszahlung ist der finanziell entscheidende Moment der Immobilientransaktion. Bis zur erfolgten Zahlung ist der Käufer noch nicht Eigentümer – erst nach Zahlungseingang beantragt der Notar die endgültige Umschreibung im Grundbuch.

Der zeitliche Ablauf

Schritt 1: Notartermin. Kaufvertrag wird beurkundet, beide Parteien sind gebunden.

Schritt 2: Auflassungsvormerkung. Notar beantragt die Eintragung – Käufer ist ab jetzt vor Zweitverkauf geschützt.

Schritt 3: Voraussetzungsprüfung. Vorkaufsrechte, Grundschuld-Löschungen, Verwalterzustimmung, steuerliche Unbedenklichkeit.

Schritt 4: Fälligkeitsmitteilung. Notar bestätigt: Alle Bedingungen erfüllt, Zahlung ist fällig.

Schritt 5: Überweisung. Käufer (oder seine Bank) zahlt den Kaufpreis direkt an den Verkäufer.

Schritt 6: Zahlungsbestätigung. Verkäufer bestätigt den Zahlungseingang beim Notar.

Schritt 7: Eigentumsumschreibung. Notar beantragt endgültige Eintragung im Grundbuch.

Warum das so dauert

Der Prozess scheint langsam, ist aber rechtlich notwendig: Der Käufer soll nur zahlen, wenn alle Risiken (Zweitverkauf, unklare Lasten, Steuerfragen) ausgeschlossen sind. Die Wartezeit schützt ihn vor finanziellem Schaden.

Für den Verkäufer ist sie umgekehrt eine Zumutung: Er hat die Immobilie verkauft, wartet aber mehrere Wochen auf sein Geld. In dieser Zeit laufen Finanzierungskosten bei der Bank weiter, und Folgeprojekte sind blockiert.

Ein Kaufabwicklungs-Portal macht den gesamten Prozess transparent für beide Seiten: Käufer und Verkäufer sehen, welche Voraussetzungen erfüllt sind, was noch offen ist und wann die Zahlung konkret erwartet wird. Das reduziert Rückfragen und beschleunigt die Abstimmung mit der Bank.

Häufige Fragen

Zu Kaufpreiszahlung

Wohin wird der Kaufpreis überwiesen?+

Direkt an den Verkäufer, auf dessen Konto. Nur in Ausnahmefällen (etwa bei Insolvenzrisiken) auf ein Notaranderkonto. Die genaue Vereinbarung steht im Kaufvertrag.

Wie lange nach dem Notartermin erfolgt die Zahlung?+

Zwischen vier und zwölf Wochen – abhängig von Grundbuchamt, Vorkaufsprüfung und weiteren Genehmigungen. Erst nach Eintragung der Auflassungsvormerkung und aller Freigaben verschickt der Notar die Fälligkeitsmitteilung.

Was passiert bei verspäteter Zahlung?+

Verzugszinsen werden fällig, nach weiterer Mahnung kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten. Deshalb ist die rechtzeitige Koordination mit der Käuferbank entscheidend.

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